Residenzschloss


Stele für den Idsteiner Kulturbahnhof - Parkplatz rundet westliches Bahnhofsareal ab

Kulturbahnhof Parkplatz
Der Parkplatz am Kulturbahnhof ist fertig. „Damit kommt das Gesamtprojekt auf dem westlichen Bahnhofsareal rund um die ehemalige Güterhalle zu einem gelungenen Abschluss“, erklärt Bürgermeister Christian Herfurth. Zugleich gehe ein Herzenswunsch aller im Kulturbahnhof Engagierten in Erfüllung. „Die Stele findet endlich ihren Platz“, so der Bürgermeister.


Schon für die Einweihung im November 2014 hatten Marco Theil und Richard Brain von der Firma „Die Steinmetze“ aus Waldems-Esch diese Sandstein-Stele mit dem Namenszug „Kulturbahnhof“ angefertigt und gespendet. Damals entschied man sich jedoch, erst die Fertigstellung des Außenbereichs abzuwarten, um einen endgültigen Platz für die künstlerisch gestaltete Säule zu finden. Seit einigen Tagen weist jetzt die Stele unmittelbar neben der Aufgangsrampe auf den Kulturbahnhof hin.


„Ich freue mich, dass nun alles fertig ist, auch wenn wir auf einen richtigen Neustart im Kulturbahnhof noch warten müssen. Trotz Corona konnten wir zwar im September unser Kulturprogramm, wenn auch mit starken Einschränkungen, langsam wieder anfahren. Jetzt wurden wir – wie alle Kulturschaffenden – wieder ausgebremst“, so Jovana Simic von der Stadt Idstein, die seit Juni für den Kulturbahnhof verantwortlich zeichnet. Dennoch freut sie sich über den neuen Parkplatz: „Wenn es wieder richtig losgeht, können unsere Gäste den Veranstaltungsraum sogar mit sauberen Füßen erreichen“.


Finanziert werden konnte die Befestigung des gemeinsam von Kulturbahnhof und der „Tafel“ genutzten Parkplatzes mit Geldern aus dem Förderprogramm „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“ des Landes Hessen, das bisher unter dem Namen „Stadtumbau in Hessen“ bekannt war. Rund 72.000 Euro flossen aus diesem Programm in die Parkplatz-Neugestaltung, etwas mehr als den gleichen Betrag legte die Stadt nochmal drauf. Dass die Kosten damit deutlich höher waren, als ursprünglich angenommen, hat zwei Gründe. Zum einen musste nach dem Fund von Handfeuerwaffen beim Bau der Tafel der Kampfmittelräumdienst jetzt auch das Parkplatzgelände untersuchen – erfreulicherweise ohne Befund. Aber der Boden der Parkfläche erwies sich nach Probenentnahmen als belastet. Im unmittelbaren Bahnhofsbereich einst als Lager- und Umschlagplatz für allerlei Material genutzt, hatten sich Schwermetalle im Boden angesammelt.


Die oberen Bodenschichten mussten daher abgetragen und entsorgt werden. Mehr als 40.000 Euro Mehrkosten kamen so zusammen. Jetzt aber ist der Boden ausgetauscht und die Fläche mit einem Öko-Doppelverbund-Pflaster in Grau und Anthrazit gepflastert. Anfallendes Regenwasser kann  so ohne Probleme versickern. 21 Parkplätze stehen zur Verfügung, zwei davon sind unmittelbar vor der Rampe zum Kulturbahnhof als Behindertenparkplätze ausgewiesen. Im gleichen Bereich ist Platz für 28 Fahrräder. Neben dem Gebäude der „Tafel“ befindet sich die Einfahrt zu den neuen Parkplätzen, zugleich ist hier auch der Anlieferungsbereich für die Fahrer der „Tafel“. Vier Mehlbeerbäume sorgen neben einigen einfachen Anpflanzungen für  pflegeleichtes Grün. Eine ansprechende Beleuchtung und eine von einem Idsteiner Bürger bereits 2019 gespendete Bank ergänzen die neue Gestaltung des Parkplatzes, die von dem Büro für Gartenarchitektur und Landschaftspflege Dieter Dörfelt und der Idsteiner Firma Stricker geplant und umgesetzt wurde.

Letzte Änderung: 16.11.2020 07:12 Uhr