Residenzschloss

Bauen und Wohnen - Straßenbeitragssatzung


Beispielberechnung der Veranlagungsfläche und Ermittlung des Beitrages

  • Ein Grundstück liegt in keinem Kern-, Gewerbe- und Industriegebiet (somit in einem sonstigen Baugebiet).
  • Gemäß Grundbuch besteht eine Grundstücksgröße von 400 m².
  • Das Grundstück ist mit zwei Vollgeschossen bebaut (Beurteilung entweder im Sinne der Hessischen Bauordnung (§ 2 Abs. 4 HBO) oder gem. der im Bebauungsplan festgesetzten maximal zulässigen Bebauung).
  • § 8 WStrBS (ggfs. in Verbindung mit § 10 Abs. 3) bestimmt, dass bei einer Bebauung mit zwei Vollgeschossen ein Nutzungsfaktor von 1,25 gilt.
  • Die Grundstücksfläche von 400 m² ist folglich mit dem Nutzungsfaktor 1,25 zu multiplizieren.
  • 400 m² x 1,25 = 500 m² Veranlagungsfläche.

Bei zusätzlicher gewerblicher Nutzung:


• Das Grundstück wird teilweise gewerblich genutzt (z. B. mit einem Ladenlokal)

• Die Veranlagungsfläche erhöht sich um 20% (20% von 500 m² entsprechen 100 m²)

• 500 m² + 100 m² = 600 m² Veranlagungsfläche.


Der zu leistende Beitrag ergibt sich durch Multiplikation der Veranlagungsfläche mit einem Beitragssatz, der entsprechend der Aufwendungen für jedes Jahr neu bestimmt und in einer eigenen Satzung von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wird.


 500m² x 0,039 € (Beitragssatz aus o. g. Beispiel)

  = 19,50 €

 600m² x 0,039 €

  = 23,40 €

 


Sofern das Grundstück in Wohnungs- und Teileigentumsanteile aufgeteilt ist, wird der vorgenannte Beitrag auf alle Wohnungs- und Teileigentümer aufgeteilt.

Letzte Änderung: 04.12.2018 10:02 Uhr