Hunde an die Leine, kein Hundekot auf landwirtschaftliche Nutzflächen

Aufgrund von Bitten aus der Landwirtschaft, aber auch der Jägerschaft appelliert die Stadt Idstein an alle Hundebesitzer, ihre Vierbeiner während der Brut- und Setzzeit im Feld an der Leine zu führen. Hintergrund ist, dass in der Zeit zwischen März und Ende Juli, viele Vogelarten ebenso wie viele Wildtiere am Boden oder in Bodennähe brüten und ihre Jungen aufziehen.

Egal ob ein Hund einen ausgeprägten Jagdtrieb hat, einfach nur neugierig ist oder spielen möchte: Auch ein sonst gut erzogener Hund hört oft nicht mehr aufs Wort, wenn er eine Fährte aufgenommen hat oder abgelenkt wird. Sind das Wild oder ein brütender Vogel erst einmal aufgeschreckt, kann es passieren, dass er den Nachwuchs nicht mehr annimmt. Rehkitze oder Küken verenden dann mitunter qualvoll.  Deshalb ist es so wichtig, den eigenen Hund in dieser sensiblen Zeit in Feld und Flur anzuleinen.

„Wir appellieren dringend an alle Hundebesitzer, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Tiere in der Brut- und Setzzeit im Feld an die Leine zu nehmen. Wir schützen damit unsere heimischen Wildtiere“, so ein Appell der Stadtverwaltung.

In diesem Zusammenhang wird noch einmal darauf hingewiesen, dass während des ganzen Jahres in Hessen für alle Hunderassen eine generelle Leinenpflicht bei öffentlichen Versammlungen, in Aufzügen, auf Volksfesten, Märkten, Messen und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen sowie in Gaststätten und in öffentlichen Verkehrsmitteln, gilt.

Insbesondere sollen Hundehalter dafür sorgen, dass ihre Vierbeiner nicht auf Acker- oder Wiesenflächen ihre Notdurft verrichten, denn diese Exkremente belasten Grünfutter und Heu mit Bakterien, was eine Erkrankung der Rinder oder Pferde nach sich ziehen kann.

Die Hinterlassenschaften sind vielmehr im nächstgelegenen öffentlichen Abfalleimer zu entsorgen – dafür gibt es die kostenlosen Tüten der „Dogstations“. Das gilt im Übrigen nicht nur für Gehwege.

Die Landwirte weisen eindringlich darauf hin, dass auch Wiesen und Felder keine Hundetoiletten sind und auf ihren landwirtschaftlichen Flächen Lebensmittel angepflanzt werden.


Wer den Kot des Hundes nicht entsorgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit die mit einem Bußgeld geahndet werden kann.



Letzte Änderung: 28.04.2020 15:11 Uhr