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Pressemitteilung

Weiterführung des Forschungsprojekts „GeoProH“


Am 15. Dezember 2025 wurde in Hessen ein wichtiges Forschungsprojekt, das für die zukünftige Energieversorgung in unserer Region von großer Bedeutung ist, gestartet. Das Projekt trägt den Namen GeoProH und wird von einem Verbund aus Partnern durchgeführt, darunter Vulcan Energy, OMV, Eavor GmbH, die Stadt Frankfurt am Main sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Witterungsbedingt mussten die Messflüge zunächst unterbrochen werden. Nun geht das Messflugzeug am 6. April 2026 erneut an den Start und wird in den nächsten Wochen, voraussichtlich bis Ende Mai 2026 die Datenaufnahme beendet haben.

GeoProH untersucht den Untergrund des Oberrheingrabens, um ein genaueres Bild der dortigen geologischen Strukturen zu erhalten. Besonders wichtig ist dabei das Verständnis von natürlichen Störungszonen im Boden. Diese Daten helfen später, Projekte zur kombinierten Nutzung erneuerbarer Energiequellen und der klimaneutralen Gewinnung von Lithium verantwortungsvoll und fundiert planen zu können.

Für die Untersuchungen wird ein zweimotoriges Flugzeug des Typs DC-3 (eine modernisierte DC-3)eingesetzt – ein speziell ausgerüstetes Messflugzeug, das den Forschungsbereich in einem engmaschigen Raster überfliegt.

  • Höhe der Flüge: ca. 300 bis 600 Meter
  • Abstand der Fluglinien: rund 500 Meter
  • Messgebiet: Bereich zwischen Bad Nauheim im Norden und Lampertheim im Süden
  • Messzeit in Hessen: nächtlich von 23:00 bis 05:00 Uhr. Die Nachtzeit muss wegen des Flugbetriebs am Rhein-Main-Airport genutzt werden


Während der Flüge werden ausschließlich passive Messungen erfasst – Datenerfassung erfolgt zu Erdschwerefeld und Magnetfeld. Diese Messungen sind ungefährlich, erzeugen keine Strahlung und beeinträchtigen weder Menschen, Tiere noch Umwelt.

Da die Messflüge auch in der Nacht stattfinden, möchten die Verantwortlichen frühzeitig darüber informieren, dass in den Gebieten, die überflogen werden, gelegentlich ein leises Brummen der historischen DC-3 wahrgenommen werden könnte.

Den aktuellen Stand der Untersuchungen sowie weitere Hintergrundinfos gibt es auf der Projektseite von Vulcan Energy: Natürlich Hessen,