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Pressemitteilung

Idstein ist Hessentagstadt 2027


Die Hochschulstadt Idstein ist die Hessentagstadt 2027. Das hat am gestrigen Dienstag, den 10. März 2026, das Kabinett der Hessischen Landesregierung beschlossen. Die offizielle Übergabe der Ernennungsurkunde soll in den kommenden Tagen erfolgen. Dann wird auch der Termin bekanntgegeben, an dem das Großereignis stattfinden wird. Insgesamt zehn Tage lang ist Idstein 2027 Gastgeberin des großen Landesfestes, das Besucherinnen und Besucher aus ganz Hessen anziehen wird – und darüber hinaus. Das Besondere: Idstein war 2002 schon einmal Hessentagstadt – also vor genau 25 Jahren.

Bürgermeister Christian Herfurth dazu: „Viele Idsteiner können sich noch an das Fest erinnern. Das Programm war gigantisch, die Stimmung grandios. Unser Idsteiner Wir-Gefühl nahm damals seinen Anfang. Sehr viele Bürgerinnen und Bürger haben sich ehrenamtlich eingebracht, um unseren Gästen schöne Tage zu bereiten und alle waren mit Recht stolz auf das Geleistete. Nun haben wir die Chance dieses Wir-Gefühl an eine nächste Generation weiterzugeben.“

Schon vor einiger Zeit kam auch aufgrund der positiven Erfahrungen aus 2002 die Anregung aus der Politik, sich erneut um die Großveranstaltung zu bewerben. Denn die Idsteiner feierten mit ihren Gästen damals nicht nur ein einmaliges Fest, sondern die mit der Ausrichtung verbundenen Finanzmittel des Landes für Investitionsmaßnahmen haben die Stadt nachhaltig positiv verändert. So konnten neben vielen innerstädtischen Verschönerungsmaßnahmen zum Beispiel die Gänsbergspange und die Südtangente umgesetzt werden. Auch der enorme Imagegewinn für Idstein durch den Hessentag 2002 war durchaus nachhaltig: Der Tourismus nahm stark zu, Investoren wurden auf die Stadt aufmerksam.

Dass die Idee, nochmals den Hessentag auszurichten, nun so schnell Wirklichkeit werden würde, hätte wohl keiner gedacht. Nach dem Rückzug der eigentlich schon fast feststehenden Hessentagstadt für 2027, Bebra, wurde dringend Ersatz gesucht. Nachdem der Magistrat der Hochschulstadt und die Ausschüsse zugestimmt hatten, fiel die endgültige Entscheidung für eine Bewerbung in der Stadtverordnetenversammlung am 5. Februar 2026 nach intensiver Aussprache.

Der Kabinettbeschluss ist nun der Startschuss für die umfänglichen Vorbereitungen. In wenigen Monaten muss das Großevent auf die Beine gestellt werden. Die Leiterin des Referats Wirtschaftsentwicklung, Stadtmarketing und Kultur, Sabine Fritz, wurde bereits zur Hessentagbeauftragten für 2027 ernannt. Sie weiß, was sie tut: Bereits vor 25 Jahren hatte sie die Verantwortung für die Großveranstaltung.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir es schaffen, in dieser relativ kurzen Zeit ein gelungenes Fest für alle Idsteinerinnen und Idsteiner, aber auch für unsere Gäste zu organisieren, sonst hätte ich diese Mammutaufgabe nicht noch einmal übernommen“, so Sabine Fritz. Die Stadt Idstein könne von den Erfahrungen aus 2002 profitieren. Manche Überlegungen von damals könne man kopieren, anderes müsse neu gedacht werden. Eine Herausforderung sei es, mit dem vom Land zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln für die Veranstaltung zu haushalten und die zusätzlichen Investitionsmitteln so zu verwenden, dass alle Bürgerinnen und Bürger einen Mehrwert davon haben, erklärt Fritz, die in Zeiten leerer kommunaler Kassen mit der erneuten Ausrichtung eine echte Chance für die Stadt sieht.

In den nächsten Tagen wird das Hessentagbüro eingerichtet, Schaltzentrale für alle Aufgaben rund um das Ereignis. Nach und nach werden bis zum Veranstaltungstermin dann sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung involviert. Eng zusammenarbeiten wird das Hessentagbüro mit der Hessischen Staatskanzlei, in deren Aufgabenbereich die alljährliche Durchführung des Hessentages fällt.

Erste Aufgabe der neuen Hessentagstadt Idstein wird es sein, sich beim Hessentag 2026 in Fulda zu präsentieren. Mit dabei sein sollte dann auch schon das Idsteiner Hessentagpaar. Das Bewerbungsverfahren für diese ehrenvolle und ehrenamtliche Aufgabe soll deshalb kurzfristig auf den Weg gebracht werden.