Blick auf Nieder-Oberrod

Nieder-Oberrod

Nieder-Oberrod

Aus zwei wird eins: Das Dörfchen Oberrod wurde erstmals im Jahre 1280 und das in nächster Nachbarschaft liegende Niederrod etwa zwanzig Jahre danach um 1300 erwähnt. Als 1861 der später bekannte nassauische Maler und Illustrator Carl-Jakob Frankenbach, Sohn des Oberroder Dorflehrers geboren wurde, hatten sich die beiden Orte entlang des Schwarzbaches bereits zu einer Dorfgemeinschaft zusammengeschlossen: Schon 1848 wählten die insgesamt 230 Bewohner einen gemeinsamen Bürgermeister. 

Gut 300 Menschen mehr als damals leben heute in dem Idsteiner Stadtteil, der gefühlt näher am großen Feldberg als an der Kernstadt Idstein liegt. Und so punktet Nieder-Oberrod auch bis heute mit seiner Lage in wunderbar weiter Natur, umringt von Wäldern und Feldern, zu erkunden zum Beispiel über den Buchfinkenland-Rundwanderweg. Der hält zudem viele Informationen über die geologischen, kulturhistorischen und ökologischen Besonderheiten rund um das Dorf bereit. Zum Beispiel über die gefiederten Bewohner des großen Schwalbenhaus am Dorfplatz in Oberrod. Klar, dass auch in Niederrod ein Schwalbenhaus zu finden ist – zur Freude der Naturschützer. 

Die heutige evangelische Kirche wurde 1755 erbaut, erwähnenswert ist das aus der Vorgängerkirche erhaltene und wieder integrierte Fensterbild von 1514. Zentraler Treffpunkt für das Gemeinschaftsleben ist das 1982 erbaute Dorfgemeinschaftshaus. Ende 1971 hat Nieder-Oberrod im Rahmen der Gebietsreform die Eigenständigkeit aufgegeben und wurde ein Stadtteil Idsteins.