Fließpfadkarten

Starkregen und Hochwasserschutz

Fließpfadkarten

Die erste Grundlage für eine flächendeckende Bewertung, wie die Fließwege von Regenwasser im Starkregenfall sind, bilden Fließpfadkarten ab, die durch das Hessische Landesamt für Umwelt Naturschutz und Geologie (HLNUG) bereitgestellt werden. Für Idstein wurden diese Karten ebenfalls seitens des Landes Hessen berechnet und der Stadt übergeben.

Hinweis zu den Fließpfadkarten: Bei den erstellten Fließpfadkarten handelt es sich um eine modellhafte Darstellung. Es ist zu beachten, dass ein Modell niemals 1:1 der Realität entspricht. Daher hat auch diese Darstellung ihre Grenzen.

Beispiel einer Fließpfadkarte von Walsdorf


Starkregen und Starkregenvorsorgekonzept

Die Stadt Idstein hat ein Starkregenvorsorgekonzept beauftragt, damit Schwachstellen im Abflusssystem erkannt und Maßnahmen für den vorbeugenden Hochwasserschutz eingeleitet werden können. Und genau dafür sind die Fließpfadkarten der erste Schritt, denn sie zeigen in den Stadtteilen und den landwirtschaftlich genutzten Flächen auf, wie stark der Abfluss aufgrund des Gefälles ist und wohin das Wasser fließt. Um jedoch eine sichere und verlässliche Aussage zu bekommen, müssen noch viele weitere Punkte betrachtet werden, was im Zuge der Erstellung des Starkregenvorsorgekonzeptes das Ziel sein soll. Jedoch muss man an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es nie eine 100 %ige Sicherheit vor solchen Extremereignissen geben wird.

Was bedeutet eigentlich Starkregen?

Als Starkregen bezeichnet man extrem starke Regenfälle, die in kurzer Zeit anfallen. Diese können überall auftreten und regional sehr begrenzt sein. Der Deutsche Wetterdienst unterscheidet Starkregenwarnungen wie folgt:

Markantes Wetter:      15-25 l/m² in 1 Stunde oder 20-35 l/m² in 6 Stunden
Unwetter:                    25-40 l/m² in 1 Stunde oder >35 l/m² in 6 Stunden
Extremes Unwetter:   > 40 l/m² in 1 Stunde oder > 60 l/m² in 6 Stunden

Diese Starkregenereignisse treten in der Regel von Mai bis September auf, wobei eine Vorhersage, wo genau sie niedergehen, nur schwer möglich ist. Durch den Klimawandel werden die Intensität und Häufigkeit dieser Phänomene verstärkt.

Ziel ist,  das Starkregenvorsorgekonzept voranzutreiben und gemeinsam mit Planungsbüro, Politik und Betroffenen Maßnahmen zu definieren, die potentielle Schadensereignisse minimieren bzw. verhindern sollen. Wichtig ist aber auch, dass sich auch die Privaten mit dem Thema beschäftigen. Bei einem Schaden durch ein Hochwasser- oder Starkregenereignis können Existenzen zerstört, oder sämtliche Rücklagen, die man im Laufe des Lebens geschaffen hat, aufgebraucht werden. Daher ist es besonders wichtig, dass sich jeder der Eigentum hat oder Mieter ist, mit dem Thema Elementarschadenversicherung auseinandersetzt.

Hochwasserrückhaltebecken

Für den Starkregenfall wurden zwei Hochwasserrückhaltebecken errichtet. Beide befinden sich oberhalb der Kernstadt und zwar am Wolfs- und Wörsbach. Die Becken haben ein Stauvolumen von 43.000 m³ bzw. 80.000 m³ (zum Vergleich: das entspricht insgesamt etwa 820.000 vollgefüllten Badewannen). Auch diese beiden Becken sind ein wichtiger Schritt, die Menschen vor einem potentiellen Schadensereignis größtmöglich zu schützen. 


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